Pressemitteilung

24. September 2014
Gerda Horitzky als Bezirksbürgermeisterin nicht mehr tragbar

Jusos Dortmund unterstützen Horitzkys Abwahl

Am heutigen Mittwoch findet die Sitzung der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord statt, bei der die Abwahl von Gerda Horitzky debattiert wird. Horitzky kritisierte in einem Leserbrief, dass ihre christlichen Konfessionen überall muslimisch unterlaufen würden. Zudem seien Christen für Muslime ja sowieso nur Ungläubige. Die Jusos Dortmund halten Horitzky als Bezirksbürgermeisterin für nicht mehr tragbar und fordern eine breite, parteiübergreifende Unterstützung für ihre Abwahl.

„Gerda Horitzkys Äußerungen sind islamfeindlich und ein Schlag ins Gesicht für all diejenigen, die sich für Integration und ein friedliches Zusammenleben von verschiedenen Religionen und Kulturen einsetzen“, so Pauline Grashoff, stellvertretende Vorsitzende der Jusos Dortmund.
Eine Bezirksbürgermeisterin sollte den Anspruch haben, Ansprechpartnerin und Vertreterin für alle Bürger_innen zu sein und das unabhängig davon, welcher Religion diese angehören. Eine Politikerin mit derartigen Vorurteilen kann nicht Bezirksbürgermeisterin in der Dortmunder Nordstadt sein. Da Horitzky einen freiwilligen Rücktritt verweigert, bleibt nur die Abwahl.

„Natürlich hat jeder Mensch das Recht auf freie Meinungsäußerung. Frau Horitzky hat aber nicht als Privatperson, sondern als Vorsitzende der CDU Innenstadt-Nord und somit als politische Repräsentantin undifferenzierte Kritik geübt“, so Grashoff weiter. „Frau Horitzky wünscht sich, mal eine Zeit ohne Kopftücher zu erleben – wir wünschen uns, mal eine Nordstadt ohne Menschen wie Gerda Horitzky zu erleben.“