Pressemitteilung

16. Mai 2014
Jusos Dortmund solidarisieren sich mit den Kumpeln in Soma

Grubenunglück in Soma

Ein Grubenunglück in der westtürkischen Stadt Soma kostete nach aktuellem Stand ca. 200 Kumpeln das Leben. Nach Angaben der türkischen Medien sind noch ca. 200-400 Menschen im Grubengang eingesperrt. Vertreter der dortigen Gewerkschaften begründen die Zahlenschwankungen durch den anstehenden Schichtwechsel kurz vor dem Unglück. Die Jusos Dortmund bringen den Familien der Opfer ihre vollste Anteilnahme entgegen und solidarisieren sich mit den Kumpeln in Soma. Es ist unverständlich, dass selbst fünf Stunden nach dem Vorfall keine offiziellen Stellungnahmen der Behörden vorlagen. Unfallursache und –verlauf sind noch immer nicht geklärt werden. Dem Anspruch der Angehörigen auf eine vollständige Aufklärung der Geschehnisse konnte bisher nicht nachgekommen werden. Daher fordern die Jusos Dortmund Transparenz in den weiteren Ermittlungen und deutliche Stellungnahmen der politischen Akteure. „Solange Sicherheitsmängel nicht ausgeschlossen werden können, darf der Vorfall nicht als „Unfall“ betitelt werden. Der präventive Schutz der Arbeitnehmer und ein offener Dialog mit den Angehörigen hat jetzt oberste Priorität. Sollte das Bergwerk in Soma vernachlässigt worden sein, so müssen die Verantwortlichen umgehend zur Rechenschaft gezogen und die umliegenden Bergwerke kontrolliert werden“, äußert sich Dilara Malkoc, stellvertretende Vorsitzende der Jusos Dortmund.