Pressemitteilung

29. November 2013
PM zum Werbeplakat der Band Frei.Wild

Frei.Wild-Plakat ist nicht tragbar

Bereits im letzten Jahr haben die Jusos Dortmund klare Stellung gegen einen Auftritt der Band „Frei.Wild“ in den Westfalenhallen bezogen. Die rechtsex-tremistische Vergangenheit des Frontsängers ist weitestgehend bekannt, die Songtexte haben starke nationalistische Tendenzen. Dennoch wird die Gefahr, die von der Mentalität der Band ausgeht, zu oft verkannt.

Seit Tagen sorgt ein riesiges Werbeplakat des neuen Albums für Aufsehen in Bochum. Politiker_innen und Organisationen äußerten in den Medien bereits ihren Unmut. Jetzt hängt solch ein Plakat auch in der Rheinischen Straße in Dortmund. Zu allem Übel befindet sich die Werbefläche über einem türkischen Restaurant.
„Ein solch fragwürdiges Werbeplakat über dem „Ankara Grill“ zu platzieren, grenzt an Zynismus. Seit der Aufklärung des Mordes an Mehmet Kubasik durch die NSU-Terrorzelle ist jegliche Präsenz der Nazis in Dortmund eine noch größere Belastung für Migrant_innen. Opfer von rechter Propaganda dürfen dieser Zumutung nicht ausgesetzt werden. Es gibt keine salonfähige Version der Menschenfeindlichkeit“, erklärt Dilara Malkoc, stellvertretende Vorsitzende der Jusos.

Die Jusos Dortmund bekennen sich zu einem toleranten und solidarischen Zusammenleben in Dortmund. Rechtsextremismus darf in keiner Form geduldet und erst recht nicht verharmlost werden.