Pressemitteilung

24. Oktober 2013

Szene-Hafen Adé?

Mit großem Unverständnis haben die Dortmunder Jusos die Presseberichterstattung zum „Szene-Hafen“ verfolgt.Vor allem der geplante Ausschluss von Gastronomie steht im heftigen Gegensatz zu den bisherigen Anstrengungen, die im Bereich des Hafens unternommen wurden. Insbesondere, dass sich die Wirtschaftsförderung die Karten selbst legt und eine Freizeitmeile komplett ausschließt ist auf das Schärfste zu kritisieren. Die Ansiedlungen von „Herr Walter“ und dem „Hafenglück“ haben deutlich gezeigt, welches Potential der Hafen für Freizeitaktivitäten birgt. Nicht zu vergessen, welchen positiven Effekt ein solches Szeneviertel auf das Quartier und die gesamte Nordstadt haben könnte. Das der Bereich des Hafens interessant für Neuansiedlungen von Gastronomen ist, hat sich in den letzten Monaten durch zwei Neuansiedlungen gezeigt.
Andere Städte haben bereits unter Beweis gestellt, dass eine vielfältige Nutzung ihres Hafens einen positiven Effekt für die Stadtentwicklung und die Menschen vor Ort hat.
Das Herr Büscher sich sorgen um den „Erhalt der industriellen Nutzung“ macht entbehrt jeglicher Grundlage. Wieso sollte Gastronomie diese Nutzung gefährden? Genau so wenig wie Herr Büscher die Hoffnung auf die Fläche des alten Güterbahnhofes als Erweiterungsfläche für den Hafen aufgeben wird, werden wir die Forderung und die Realisierung des Szene-Hafens an der Speicherstraße aufgeben.
Begrüßenswert ist das sich der Oberbürgermeister an die Beschlusslage seiner Partei hält und „So viel Szene wie möglich“ fordert. Da die Probleme mit Lärm aus Zeiten des „Solendos“ bekannt sind, sollten sich doch die Verantwortlichen bei dem Entwurf eines neuen Konzeptes darum kümmern, dass dieser baulich gekapselt wird, anstatt die Arme zu verschränken und es sich so schön leicht zu machen. Wenn man bei einer Bewerbung von Flächen immer erst die Probleme in den Vordergrund gerückt werden, sollten sich die Verantwortlichen nicht wundern, dass sie keinen Investor finden und regelmäßig Geld für neue Konzepte ausgeben.
Die Forderung der Jusos Dortmund bleibt bestehen: In der Speicherstraße muss die Möglichkeit der Ansiedlung von Gastronomie gegeben sein! „Dieses Interesse werden wir intensiv verfolgen und die SPD Dortmund weiter auffordern, dieses Projekt politisch auf den Weg zu bringen und endlich umzusetzen. Eine Stadt wie Dortmund, die durch mehrere Hochschulen und Ausbildungsplätze Menschen aus dem Umland in die Stadt zieht, muss auch die weichen Standortfaktoren bedienen um die Menschen auch hier zu halten“, so Lars Wedekin, stellvertretender Jusovorsitzender. „Um nicht nur Stadt des Arbeitsplatzes und des Studiums zu sein, sondern ein lebenswerter Ort, ist es von großer Bedeutung die Freizeitmöglichkeiten in Dortmund zu stärken, hierzu zählt vor allem eine breite Szene des Feierns und der Geselligkeit.“