Pressemitteilung

31. Juli 2011
NRW-Schulkonsens

Jusos befürchten zwölfjährigen Stillstand in der Schulpolitik NRWs

Am 19. Juli 2011 beschlossen CDU, B90/Grüne sowie SPD einen zwölf Jahre währenden „Schulfrieden“ in NRW, dessen Kern die Einführung eines neuen Schultypus, der Sekundarschule, bildet.

Damit sei das große sozialdemokratische Reformprojekt der Gemeinschaftsschule zu einem Ende gekommen bevor es überhaupt beginnen konnte, meinen die Dortmunder Jusos, bei denen der geschlossene Kompromiss daher auf Ablehnung stößt.

Mit den ursprünglich angekündigten Bildungsreformen ist die Landesregierung schulpolitisch als Tiger gesprungen und als Bettvorleger geendet. Statt entschlossen die Schullandschaft zu gestalten, verharren wir aus Angst vor der eigenen Courage in 12-jährigem Stillstand“, sagt Juso-Bildungsexperte Kevin Timm, der selber als Lehrer in einer Dortmunder Schule unterrichtet.

Die Jugendorganisation der SPD bewertet den Schulkompromiss als Kniefall vor der Gymnasiallobby, da die Sekundarschule ohne Oberstufe vielen Schülerinnen und Schülern auch weiterhin den Zugang zum Abitur erschweren wird. Enttäuscht zeigen sie sich außerdem davon, dass der dringend nötige Ausbau der Schulsozialarbeit nicht vorangetrieben wird.

 Kevin Timm stellt fest: „Natürlich wollen wir alle Kinder unter einem Dach unterrichten. Dazu müssen aber die Rahmenbedingungen stimmen.

Nach Auffassung der Jusos Dortmund werde die Sekundarschule ein Schattendasein als sechste Schulform fristen und lediglich als Handlanger von Hauptschulschließungen dienen.


Dokumente:
NRW-Schulkonsens: Jusos befürchten zwölfjährigen Stillstand