Pressemitteilung

17. März 2011
Aus Japan Konsequenzen ziehen

Atomstromfreie Stadt Dortmund

Die traurigen und besorgniserregenden Ereignisse im japanischen Atomkraftwerk Fukushima-I halten die Welt in Atem. „Während unser Mitgefühl den Opfern des Tsunamis gilt und denen, die in Japan um die Funktionsfähigkeit der beschädigten Reaktoren bangen, müssen wir auch in Deutschland und Dortmund die nötigen Schlüsse aus dieser jederzeit möglichen Katastrophe ziehen,“ schreiben die Dortmunder Jusos angesichts der Ereignisse in Japan.

Nach wie vor fordern die Jusos daher die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke in Deutschland unwiderruflich rückgängig zu machen und die ältesten und unsichersten Atommeiler sofort und endgültig vom Netz zu nehmen.

Auch in Dortmund müsse die Energiewende beschleunigt und der von der DEW21 eingeschlagene Kurs der Eigenproduktion erneuerbarer Energien konsequent fortgesetzt werden. Dortmund solle nicht länger auf die unbeherrschbare Kernkraft setzen. Daher fordern die Dortmunder Jusos die DEW21 auf, einen Ausstieg aus der Atomkraft zu prüfen und keinen weiteren Atomstrom mehr einzukaufen und zu verteilen.
Hamm hat einen solchen Beschluss bereits getroffen. Der Aufsichtsrat der Hammer Stadtwerke prüft zur Zeit einen Ausstieg aus der Atomkraft und wird ihn voraussichtlich im Juli beschließen.

Die Jusos wissen, dass ein derartiger Beschluss nicht auf das Wohlgefallen von RWE, die mit 47% an der DEW21 beteiligt ist, treffen wird. Daher sei ein solcher Ausstieg aus der Atomenergie auch ein Lackmustest, um die Unabhängigkeit der DEW21 vom Einfluss der RWE zu prüfen, so die Dortmunder Jusos.

Dazu der Juso-Vorsitzende Alexander Wuttke:
„Im Angesicht der möglichen Atomkatastrophe in Japan, müssen wir innehalten und nachdenken, wie auch wir in Dortmund einen Beitrag dazu leisten können, uns von dieser unbeherrschbaren Hochrisikotechnologie unabhängig zu machen. Sofern es möglich ist, muss unser städtischer Energieversorger raus aus der Atomkraft. Das Atomzeitalter ist vorüber, die Energiewende muss vorangetrieben werden.“
Dokumente:
PM: Atomstromfreie Stadt Dortmund