Meldung

14. März 2011
Mahnwache zum drohenden Gau in Japan an der Katharinentreppe

Jusos und Falken errichteten Atomschutzzone

Am Montag fanden in Deutschland in vielen Städten hunderte Mahnwachen zu den Geschehnissen in Japan statt. Es galt, Anteilnahme für die Menschen in Japan zu zeigen und den Ausstieg aus der Atomkraft zu fordern. Zu den Mahnwachen aufgerufen hatte die Initiative Ausgestrahlt. Jusos und Falken organisierten an der Katharinentreppe eine der drei Dortmunder Mahnwachen.

In einem Monat jährt sich die Katastrophe von Tschernobyl zum 25. Mal. So mancher Passant, der am Montag die Katharinentreppe passierte, fühlte sich an den 26. April 1986 zurückerinnert, als es im Atomkraftwerk Tschernobyl in der heutigen Ukraine zum größten anzunehmenden Unfall kam. Ein Vierteljahrhundert danach droht nun eine weitere atomare Katastrophe, obwohl sich so viele Atomkraftbefürworter so sicher waren, dass man die Risiken im Griff habe.

Die Stimmung unter den Teilnehmern an der Mahnwache - ca. 200 Personen beteiligten sich - wechselte zwischen Besorgnis, Wut und Trauer. Insgesamt war es eine eher ruhige, andächtige Atmosphäre. Falken und Jusos errichteten in der Fußgängerzone eine symbolische Atomschutzzone, deren Zutritt jedoch durch die großen Energiekonzerne blockiert wird. Am Rande der Zone referierte Marco Bülow, Dortmunder Bundestagsabgeorndeter und stellvertretender energiepolitischer Sprecher der SPD-Fraktion über die Notwendigkeit des Ausstiegs aus der Atomenergie. Er machte deutlich, dass erneuerbare Energien in der Vergangenheit nicht genügend gefördert wurden.

Neben Jusos und Falken organisierten auch die Grünen an der Reinoldikirche und Greenpeace am Platz von Netanya Mahnwachen. Am Freitag wird eine große gemeinsame Protestaktion folgen, zu der die vier Organisationen gemeinsam aufrufen werden. Die Planungen dazu laufen im Moment. Weitere Infos werden hier bald veröffentlicht.

Mahnwache: Artikel RuhrNachrichten
Mahnwache: Artikel&Fotos DerWesten
Mahnwache: Video-Bericht des WDR