Meldung

17. Februar 2011
3. Jugendforum Lütgendortmund

Sechzig Jugendliche und ein Oberbürgermeister

Oberbürgermeister Ulli Sierau hört sich die Wünsche der Jugendlichen an
An verschiedenen Thementischen wurden Ideen gesammelt
Am Ende stimmten die Teilnehmer darüber ab, mit welchen Ideen sich das Jugendforum weiter beschäftigen wird

Das Konzept des Jugendforums Lütgendortmund, Jugend und Politik auf Augenhöhe zu bringen, ging am Mittwoch voll auf. Sechzig interessierte Teens und Jugendliche kamen in das Evangelische Gemeindezentrum Bövinghausen und brachten viele Ideen mit, was man in Lütgendortmund für Jugendliche bewegen kann.


Begrüßt wurden die jungen Menschen von Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Bezirksbürgermeister Heiko Brankamp. Beide wünschten dem Jugendforum eine spannende Veranstaltung und versicherten den Jugendlichen ihre Anregungen ernst zu nehmen. Sierau erzählte den Jugendforums-Teilnehmern von seinen eigenen Erfahrungen aus der Jugend, als er sich dafür einsetzte, dass in seiner Heimatstadt ein unabhängiges Jugendzentrum eingerichtet wurde. Es dauere manchmal zwar lange bis solche großen Projekte umgesetzt würden, dennoch ermunterte Ullrich Sierau die Jugendlichen an der Umsetzung ihrer Wünsche und Träume festzuhalten.

Sierau hatte sehr viel Zeit mitgebracht und mischte sich nach der Eröffnung unter die Jugendlichen an den Gruppentischen. Dort wurden die Themen Schule & Ausbildung, Treffmöglichkeiten für Jugendliche, Sport- & Freizeitmöglichkeiten, Umwelt & Zukunft und Zusammenleben & Nachbarschaft behandelt. Und dass Sierau an den Tischen mitmachte, kam gut bei den Jugendlichen an. Der Oberbürger-meister war hautnah dabei und hatte offene Ohren für ihre Ideen und Interessen. Einige nutzten auch die Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch.

So gab es großes Interesse, im Jugendforum das Thema Rassismus und Rechtsextremismus aufzugreifen. Dies griffen die beiden Rapper Carlito & Rapocalypse aus der Jugendfreizeitstätte Marten auch in ihrem Eröffnungssong auf. Ansonsten brachten vor allem die Jugendlichen der Jugendfreizeit-stätte Lütgendortmund viele Wünsche mit, z. B. BVB-Spiele live zu schauen oder nach neuen Spielen und Fußballtoren. Viele Teilnehmer votierten für den Bau eines Kunstrasenplatzes beim SV Urania Lütgendortmund. Co-Moderator Martin Schmitz musste aber wie bei den letzten beiden Jugendforen deutlich machen, dass eine solch kostenintensive Investition für die Bezirksvertretung aktuell nicht zu stemmen sei. Aufgegriffen werden aber die Themen Jugendtreffs in Bövinghausen und Westrich und der Wunsch nach einer Jugendbude im Park der Generationen. Zudem wird das Thema Skateranlage im Park der Generationen immer noch in einer Arbeitsgruppe bearbeitet. Die AG trifft sich am 18.02.2011 um 16 Uhr an der Skateranlage.

Am 8. März trifft sich das Organisationsteam des Jugendforums in der Jugendfreizeitstätte Lütgendortmund, wertet die Ergebnisse aus und bespricht, wie und in welchen Arbeitsgruppen es weiter geht. „Die nachhaltige Bearbeitung der Anregungen und Fragen der Jugendlichen ist wesentliche Grundlage für unsere Arbeit im Jugendforum. Daher ist auch die Arbeit zwischen den Jugendforen wichtig. Dies kann sinnvollerweise in AGs stattfinden, in denen vor allem die Jugendlichen, die an den jeweiligen Themen Interesse haben, mitarbeiten können,“ beschreibt Andreas Rey, Fachreferent für Kinder- und Jugendförderung das weitere Vorgehen. Wer Interesse habe, im Jugendforum mitzuarbeiten – egal ob Jung oder Alt – der sei eingeladen an dem Termin vorbeizukommen. Versprochen, mal wieder vorbeizukommen, hat auch der Oberbürgermeister. Er wird das Jugendforum Lütgendortmund interessiert weiter beobachten und die Erfahrungen der Lütgendortmunder nutzen, um in jedem Stadtbezirk ein Jugendforum aufzubauen.