Pressemitteilung

11. November 2010
Don´t Let Disco Die

Dortmunder Jusos begrüßen Entwicklungen Richtung Szene-Viertel

Ein Motiv unserer Kampagne Don´t Let Disco Die
Juso-Plakat
Mit dem Baubeginn des ECE-Einkaufscenters auf der Thier-Brache 2009 sind viele Clubbetreiber und Clubgänger heimatlos geworden. Zwar öffneten seitdem andernorts einzelne Discotheken ihre Pforten, ein zentrales Szeneviertel fehlt Dortmund jedoch nach wie vor.

Die Dortmunder Jusos hatten mit der Kampagne „don´t let disco die“ versucht, die Aufmerksamkeit von Politik und Öffentlichkeit auf den Schwund der Dortmunder Clubkultur zu lenken.

Nun sind die Jusos erfreut, dass ihre Bemühungen um eine Wiederbelebung des hiesigen Nachtlebens offenbar Wirkung zeigen. An der Speicherstraße hat Hafen-Chef Manfred Kossack nun eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um den Hafen als Freizeitquartier zu etablieren.

Aus Sicht der Jusos ist es an der Zeit, endlich Schwung in die Sache zu bringen. Denn jede Großstadt verlange ein facettenreiches Nachtleben, wenn sie attraktiv für junge Menschen sein möchte. Gerade bei der Wahl des Ausbildungs- und Studienortes spielt die Freizeitqualität einer Stadt eine große Rolle. Die Attraktivität des Nachtlebens einer Stadt sei auch ein Standortfaktor, so der SPD-Jugendverband.

Ebenso wurde bekannt, dass die frühere Güterabfertigung am Hauptbahnhof vermarktet wird. Verschiedene Personengruppen hatten bereits ihr Interesse bekundet, das Areal zu einem Szene-Viertel zu entwickeln. Nun besteht die Gefahr, dass das Gelände lediglich für eine weitere Bürobebauung verwendet wird.

Dazu der Juso-Vorsitzende Alexander Wuttke:
„Die frühere Güterabfertigung wäre ein idealer Standort für ein mögliches Szeneviertel. Citynah, direkte Schienenanbindung, abseits von Anwohnern, ein riesiges Areal mit unglaublich viel Potenzial. Es wäre fahrlässig, diesen ungeschliffenen Diamanten gegen schnöde Bürogebäude einzutauschen.“
Dokumente:
PM Szeneviertel in Dortmund