Meldung

30. September 2010
Jugendforum Lütgendortmund

Wünsche über Wünsche im zweiten Jugendforum Lütgendortmund

Das Jugendforum kommt immer mehr in Fahrt. Rund 80 Jugendliche brachten die Jugendfreizeitstätte Lütgendortmund am Mittwoch zum Bersten. Es galt den Mund aufzumachen und den Lokalpolitikern zu sagen, welche Bedürfnisse junge Menschen haben, um in ihrem Stadtteil glücklicher leben zu können.

Ausgestattet mit Hotdog und Filzschreiber schrieben die Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 19 Jahren ihre Ideen auf die ausliegenden Plakate. „Wir haben im Moment noch nicht wirklich die Übersicht über die zahlreichen Ideen und Wünsche. Das werden wir in den kommenden Tagen auswerten und auch die vielen kleinen, direkt umsetzbaren Ideen an die Bezirksvertretung weitergeben,“ antwortete der Sprecher des Organisationsteams Martin Schmitz auf die Frage, welche Ergebnisse das zweite Jugendforum am Ende brachte. „Beim Durchblicken der Plakate habe ich aber ein paar ganz nette Dinge, die man vor Ort umsetzen kann, gesehen.“

Der Abend begann mit einer Rap-Einlage gegen Rassismus, bevor die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Karin Neumann das Jugendforum eröffnete. Nach einem kleinen Rückblick auf das vorherige Jugendforum und einem Bericht darüber, was bisher umgesetzt wurde, waren schließlich die jungen Teilnehmer gefragt. An mehreren Thementischen konnten sie ihre Ideen auf die ausliegenden Plakate schreiben oder sich mit an den Politikertisch setzen und sich bei den Vertretern der Fraktionen über Lokalpolitik informieren und Kritik los werden.

Besonders fleißig waren die Schüler der Klasse 8-3 der Heinrich-Böll-Gesamtschule, die geschlossen das Jugendforum besuchten. Sie führten im Vorfeld des Jugendforums eine Befragung in allen Klassen der Schule durch und ermittelten zahlreiche Wünsche für zusätzliche Bushaltestellen, Spielgeräte für die Schule, Beleuchtung von öffentlichen Orten, Ampeln, Busse, Hundewiesen und Skaterbahnen. Zudem plädierte man für längere Öffnungszeiten der Geschäfte im Ort und ein günstigeres Schoko-Ticket. Die achtseitige Auswertung der Befragung wurde den anwesenden Lütgendortmunder Bezirksvertretern aller Fraktionen überreicht.

Nach der Sammelphase ging es an die Bewertung der Ideen. Jeder Teilnehmer bekam fünf Klebepunkte, die er an die Ideen seiner Wahl kleben konnte. Die zehn Ideen mit der meisten Punktzahl wurden in die Top 10 übernommen und sollen bevorzugt behandelt werden. Dazu zählten vor allem Wünsche das Angebot und die Ausstattung der Jugendfreizeitstätte zu er-weitern, der Wunsch nach mehr Ausflügen, Sport- und Informatikunterricht an der Heinrich-Böll-Gesamtschule und mehr Hundewiesen. Der Wunsch nach einem Jugendtreff in Westrich, der bereits im ersten Jugendforum im Mai geäußert wurde, wurde noch einmal bestätigt.

Den Fachreferenten für Kinder- und Jugendförderung Andreas Rey, der mit Schmitz die Ver-anstaltung moderierte, freute aber vor allem der Wunsch, etwas gegen Rassismus zu tun: „Hier kann man hervorragend mit den Schulen, der Jugendfreizeitstätte und den Parteijugendverbänden, die das Jugendforum organisieren, etwas in die Wege leiten.“ Für diese und auch einige andere Ideen sollen in der nahen Zukunft Arbeitsgruppen gegründet werden, an der Politik, Jugendliche und andere Interessierte teilnehmen sollen und in denen gemeinsam Wege gefunden werden, das Gewünschte auch umzusetzen. Nach Wunsch der Organisato-ren des Jugendforums sollten Bezirksvertreter diese AGs als Paten organisieren.

Homepage des Jugendforum Lütgendortmund