Pressemitteilung

24. Juni 2010
Neupositionierung zum Ausbau des Flughafens

Jusos Dortmund sprechen sich für Moratorium aus

Bericht + Kommentar in der WAZ

Auf ihrer Unterbezirkskonferenz Ende 2008 hatten die Jusos die Forderung nach einer Verlängerung der Landebahn auf 2300 Meter, einer verbesserten Verkehrsanbindung und einer behutsamen Ausweitung der Betriebszeiten beschlossen. Die Vorschläge von Ullrich Sierau und der Dortmunder SPD, die sich Kern am Beschluss der Jusos orientierten, haben sie ebenso in vollem Maße unterstützt.
Angesichts der wirtschaftlichen Entwicklungen des Flughafens in den vergangen zwei Jahren und der angespannten Finanzsituation der Stadt Dortmund hat im Jugendverband der SPD jedoch ein erneuter Diskussionsprozess eingesetzt.


Entgegen der Prognosen des Flughafens aus den vergangenen Jahren ist die Passagierzahl stark rückläufig und die wirtschaftliche Situation hat sich dramatisch verschlechtert. Für uns ist nicht erkennbar, dass die geforderten millionenschweren Investitionen diese Situation verbessern, da es auch hierzu nur Prognosen des Flughafens gibt“, sagt der Vorsitzende Jusos Dortmund Alexander Wuttke.


Daher sprechen sich die Dortmunder Jusos für ein „Moratorium Dortmunder Flughafen“ aus. Ein Automatismus des Ausbaus sei nicht tragbar. Stattdessen müsse ein Prozess begonnen werden, der die üblichen Denkmuster durchbricht und sich ergebnisoffen mit der Zukunft des Airports auseinandersetzt. Sowohl ein Ausbau als auch die Schließung des Flughafens dürften dabei nicht von vornherein ausgeschlossen werden.

Um diesen Prozess in Gang zu bringen fordern die Jusos einen städtischen Ideenwettbewerb unterschiedlicher Disziplinen. Sowohl Planungsbüros und Hochschulen als auch Bürgerinnen und Bürger und bestehende Interessensverbände sollen daran in eigenen Kategorien beteiligt werden. Das Ziel solle die Entwicklung eines tragfähiges Geschäftsmodell oder alternativer
Nutzungen sein.