Pressemitteilung

25. August 2014
Erfolg an der Katharinenstraße und Provokation in der Nordstadt

Erklärung der Jusos Dortmund zum 23. August 2014

Am vergangenen Samstag, dem 23. August wollte die Partei „Die Rechte“, die als Auffangbecken für die Kamerad_innen der 2012 verbotenen Kameradschaften dient, ihre Hetze und ihren Unmut über das vor zwei Jahren erfolgte Verbot an der Katharinenstraße kundtun. Dies ist ihnen dank couragierter Menschen nicht gelungen.

„Der Samstag hat gezeigt, dass vielfältige Aktionen gegen Nazis dazu führen, dass sie eingekesselt in einer Ecke verschwinden müssen und man ihren menschenverachtenden Unsinn kaum hören kann. Dafür bedanken wir uns bei allen Beteiligten, egal ob friedlich blockiert, lautstark demonstriert oder kreativ mit einer Fußball-Aktion gestört! Fraglich bleibt für uns allerdings, ob man eine friedliche Blockade die ganze Zeit über filmen muss“, erklärt Anna Spaenhoff, stellv. Juso- Vorsitzende.

Überrascht zeigen sich die Jusos jedoch über die danach angemeldete Kundgebung in der Nordstadt über die öffentlich nichts bekannt wurde, sodass Gegendemonstrationen nicht geplant werden konnten. Immerhin haben die Anwohnerinnen und Anwohner an dieser Stelle den Nazis deutlich gezeigt, dass sie dort kein Gehör finden.

„Wie man hört, hat die Polizei diese Kundgebung morgens mit den Nazis vereinbart. Da fragen wir uns doch, warum die Öffentlichkeit darüber nicht informiert wurde“, kritisiert Spaenhoff. „Auch wenn man einer Partei scheinbar diese Möglichkeit einräumen muss, zweifeln wir stark an, dass an einem Tag mit dem Christopher-Street-Day und einem BVB-Heimspiel, auch noch zwei Kundgebungen von ein und derselben Partei im Innenstadtbereich erlaubt werden müssen. Informationen für Anwohnerinnern und Anwohner sowie Bürgerinnen und Bürger sind das Mindeste, was wir erwarten, da es auch dort zu Beeinträchtigungen gekommen ist. Auf die Aufarbeitung der Polizei Dortmund zu diesem Sachverhalt sind wir sehr gespannt.“