Meldung

17. Januar 2013
Petitionsaufruf

Dortmunder Jusos unterstützen LAG Schulsozialarbeit NRW

Das Handlungsfeld Schulsozialarbeit hat durch die Ressourcen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket einen enormen Aufwind in Deutschland erfahren – so auch in NRW, ca. 1000 neue Schulsozialarbeiter/innen wurden befristet eingestellt. Sie und alle anderen Schulsozialarbeiter/innen der unterschiedlichen Träger arbeiten intensiv mit an zukunftweisenden Konzepten und Strategien, um Kindern und Jugendlichen einen erfolgreichen und lebensweltorientierten Bildungs- und Entwicklungsverlauf zu ermöglichen.

Schulsozialarbeit als Teil einer eng miteinander verbundenen Präventionskette im Sozialraum trägt dazu bei, dass Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in ihren verschiedenen Lebensphasen rechtzeitig notwendige Unterstützung erhalten und sich Lebensläufe positiv entwickeln.


Damit Schule auf die veränderten gesellschaftlichen Anforderungen antworten kann, unterstützen die UnterzeichnerInnen folgende Forderungen der LAG Schulsozialarbeit NRW:

1. Die bestehende Schulsozialarbeit muss über 2013 hinaus gesichert und fortgeführt werden. Schulsozialarbeit ist Beziehungsarbeit, sie braucht Kontinuität über den Projektzeitraum von Bildung & Teilhabe hinaus.

2. Schulsozialarbeit muss einen gesicherten und anerkannten Platz im System Schule finden. Zum gegenseitigen Verständnis muss die Information über Schulsozialarbeit fester Bestandteil der Aus- und Fortbildung von Lehrer/innen sowie der Schulleitungsqualifizierung werden.

3. Die Koordination und Vernetzung von Schulsozialarbeit braucht Ressourcen, die es an vielen Stellen nicht gibt. Wir fordern den Ausbau von Koordinierungsstellen und Mittel für den Ausbau unserer Netzwerke.

4. Die gesetzlichen Grundlagen müssen weiter ausgebaut und deren Umsetzung gesichert werden.

5. Schulsozialarbeiter/innen dürfen als gut ausgebildete Fachkräfte nicht länger in prekären Beschäftigungsverhältnissen angestellt sein. Finanzielle und vertragliche Sicherheit sind notwendig für eine engagierte und verlässliche soziale Arbeit im System Schule.

6. Schulsozialarbeiter/innen müssen bei allen Schritten der Schulentwicklung auf allen Entscheidungsebenen mit ihrer Fachlichkeit einbezogen werden.


Die Unterzeichner_innen fordern jetzt Unterstützung vom Bund und Land für die Umsetzung ihrer Forderungen im Interesse des Rechts auf Bildung (Artikel 29 UN Kinderrechtskonventionen) für jedes Kind in unserem Land.