Pressemitteilung

30. Oktober 2012

Freiwild: Jusos Dortmund bedauern Band-Auswahl der Westfalenhalle

„Gerade Dortmunder Betriebe sollten ihre Bands kritischer betrachten“
Am ersten November spielt die Rock-Band „Freiwild“ in der Dortmunder
Westfalenhalle. Der Frontmann hat eine eindeutige Nazi-Vergangenheit und auch
seine Band steht in der Kritik, Rechts-Rock zu verbreiten. Für die Jugendorganisation
der SPD sind die Songtexte der Band, nicht zu vereinbaren mit einer aufgeklärten,
demokratischen und toleranten Stadt Dortmund.

„Auch wenn der Band juristisch nichts vorzuwerfen ist, sollte bei den Liedtexten der
Band schon eine Alarmglocke klingeln. Spätestens wenn man weiß, dass auch die
rechte Szene die Erfolge der Band feiert.“, erklärt Anna Spaenhoff, stellvertretende
Vorsitzende der Jusos.

Es ist bekannt, dass Personen, die diesem Spektrum gegenüber nicht abgeneigt
sind, sich von Musik auch sehr unterschwellig mobilisieren lassen. Bei der
Verwendung von den Begriffen „Volk“ und „Erbe“ oder dass die Traditionen der
Heimat bewahrt werden sollen, sollte man genauer hinsehen. Doch dies alles
zeigt nur wieder, dass die Sensibilisierung für das rechte Gedankengut noch nicht
genügen vorangetrieben wurde.

„Für Hotels gibt es schon eine Info-Broschüre. Die Präventionsarbeit darf nicht
nur Schulen, Sportvereine und Hochschulen umfassen, sondern auch bei
Hotels, Veranstaltungsorten und Betrieben einen Anklang finden und durch
Fortbildungsangebote und Vorträge stetig zur Sensibilisierung beitragen“, so
Spaenhoff weiter.

Das Konzert lässt sich nicht mehr absagen, doch aus Juso-Sicht sollten die
Verantwortlichen der Westfalenhalle den großen Lobestext auf ihrer Homepage
entfernen oder stark bearbeiten.