Meldung

24. Oktober 2011
"Jusos West vor Ort" in Somborn

Ist das eigentlich noch Dortmund?

Außergewöhnlicher Treffpunkt für ein Juso-AG-Treffen. Jusos West und Mitglieder des SPD-Ortsvereins Somborn trafen sich an der Bochum-Dortmunder Stadtgrenze und damit mitten in Somborn, dass vor vielen Jahrzehnten auf die Städte Bochum und Dortmund aufgeteilt wurde. Im Schatten der Zechen Neu-Iserlohn und Siebenplaneten entstand ein Bergarbeiterdorf inmitten weiter Felder.

Es handelt sich an diesem sonnigen, aber kalten Samstagmorgen um die Fortsetzung der Reihe "Jusos West vor Ort", bei der die Jusos die Probleme vor Ort anschauen. Sei es die Besichtigung der Flüchlingsunterkunft Grevendicks Feld oder verschiedene Touren mit den Ortsvereinen durch ihren Stadtteil, die Jusos wollen nicht nur über Probleme und Chancen diskutieren, sondern auch vor Ort sich ein Bild von der Situation machen.

Zwei Zwischenstopps weiter befindet sich die Exkursiongruppe im Niemandsland zwischen Witten, Dortmund-Kley und Bochum-Langendreer. Die Dürener Schweiz ist heute ein idyllisches Ausflugsgebiet für Radfahrer und Spaziergänger und eines der wichtigsten Erholungsgebiete des Stadtbezirks Lütgendortmund. In der Ferne sieht man den Indupark und das Opel-Werk in Langendreer. Dazwischen Felder und die einzelnen Dörfer und Siedlungen, die zu Somborn gehören. Ein äußerst grüner Stadtteil, in dem heute kaum noch ein Bergmann wohnt. Es dominieren mittlerweile alte und neue Familien, die dort ihr Eigenheim im Grünen bauten.

Im Neubaugebiet an der Flaspoete entstanden in den letzten zehn Jahren beispielsweise 60 Einfamilienreihenhäuser und 600 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern, mit direktem Anschluss an die S4, die mit dafür sorgt, dass der abgelegene Stadtteil gut angebunden ist. Dafür fehlen hier Geschäfte und Kneipen. Besonders stolz sind die Somborner Genossen auf die Mörike-Schule, auf die Schüler aus ganz Lütendortmund gehen und die in den letzten Jahren saniert und für den Ganztagsbetrieb ausgebaut wurde.

Die Jusos West schauten sich auch nochmal die Bolzplatzsituation am Bahnhof Somborn an, die sie bereits bei einem Ortsvereinsbesuch des Nachbarortsvereins Lütgendortmund I besichtigten. Die Deutsche Bahn beseitigte diesen, da sie das Gelände für Ersatzpflanzungen nutzen wollte, nachdem sie ein paar Meter weiter einen Rettungsplatz für den S4-Tunnel bauen musste. Der Bolzplatz wurde zwar mittlerweile auf einem anderen Grundstück wieder aufgebaut, dafür ist der Rettungsplatz immer noch nicht abgesichert. So lädt er aufgrund seiner Größe und Untergrunds zum Fußballspielen ein, während man ohne Hindernisse die Gleise und den Tunnel betreten kann.